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Die kontextbezogene Suche ist vielleicht nicht der spannendste Aspekt der Entwicklung mobiler Anwendungen, aber sie ist ein äußerst wichtiger Dienst und extrem schwer umzusetzen.
Man nutzt sie jeden Tag, auf praktisch jedem seiner vernetzten Geräte. Diese Funktion ist so allgegenwärtig, dass man sie leicht als selbstverständlich ansieht.
Diese Funktion heißt „Suche“.
Aus Sicht der Endnutzer sind alle Anwendungen, die wir auf unseren Mobilgeräten nutzen, in hohem Maße von Suchmaschinen-Technologie abhängig. Ohne Suchfunktion wären diese Backend-Daten nicht ohne Weiteres zugänglich.
Die großen, allseits bekannten Anwendungsentwickler – Google, Amazon, Microsoft, Facebook und Netflix – haben allesamt komplexe Infrastrukturen aufgebaut, um die transaktionsintensiven Anwendungen zu unterstützen, die ihre verschiedenen Geschäftsbereiche betreiben, und um den Endnutzern Daten auf eine äußerst kontextbezogene und nützliche Weise darzustellen.
Alle diese Unternehmen haben ihre eigenen Suchmaschinen entwickelt, und für sie sind diese ihr firmeneigenes Geheimrezept. Ohne dieses Rezept sind ihre Daten wertlos; daher schützen sie es natürlich mit aller Kraft.
Drittanbieter, die ihre eigenen mobilen Apps und durchsuchbaren Websites mit einem umfassenden Nutzererlebnis entwickeln möchten, verfügen nicht unbedingt über die Ressourcen, um etwas wie die visuelle kontextbezogene Suche zu entwickeln, über die beispielsweise Netflix verfügt – geschweige denn Google.
Zwar ist es möglich, Dienste wie Google oder Bing zur Durchsuchung der eigenen Daten zu nutzen, doch ist dies oft mit langwierigen und komplexen Web-Crawling-Vorgängen verbunden, was für ein Unternehmen, das seine Daten vollständig vertraulich halten möchte, nicht unbedingt akzeptabel ist.
Das in San Francisco, Kalifornien, ansässigeUnternehmen Algolia, das 2012 gegründet wurde und kürzlich eine Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 53 Millionen US-Dollar durch die RisikokapitalgesellschaftAccel abgeschlossen hat, will all das ändern, indem es jedem, der Apps entwickeln möchte, um diese Funktionen zu nutzen, die „Superkräfte“ einer gehosteten Suchmaschine à la Google zur Verfügung stellt.
Algolia bietetumfangreiche Entwickler-APIs und Pluginsfür gängige Programmier-Frameworks, mit denen Entwickler von mobilen Apps bereits mit nur wenig zusätzlichem Code eine umfassende Sucherfahrung gestalten können.
Das Unternehmen betreibt derzeit die Suchfunktion auf über 8.000 Websites und verarbeitet monatlich mehr als 25 Milliarden Suchanfragen. Zu den Kunden zählen Medium, Periscope, Twitch, Livestream und DigitalOcean.
Das Schöne an Algolia ist, dass es als SaaS bereitgestellt wird – ohne dass eine lokale oder gar eine dedizierte IaaS-basierte Cloud-Infrastruktur erforderlich ist, um die Suchfunktion in Ihrer App zu betreiben.
Die firmeneigenen Rechenzentren von Algolia, die über eine Edge-Anbindung mit mehr als 40 Standorten weltweit verfügen, bieten die schnelle Anbindung und die verteilte Suchfunktion, die mobile Apps benötigen, sowie die kurzen Antwortzeiten, die Endnutzer erwarten.
Im Gegensatz zu den von anderen Suchmaschinen verwendeten Spidering- oder Web-Crawling-Verfahren erstellt Algolia lediglich einen externen Index Ihrer Daten und stellt diesen der Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Neben dem Web unterstützt die Suchmaschine von Algolia Android und iOS als mobile Plattformen sowie Python, Ruby, PHP, JavaScript, Java, Go, C# und Scala als Programmiersprachen.
Die Preise für den Dienst von Algolia sindje nach Umfang der monatlichen Transaktionen in verschiedene Stufen unterteilt. Ein kostenloses Angebot mit 10.000 indizierten Datensätzen und 100.000 Suchanfragen pro Monat steht allen App-Entwicklern zur Verfügung, während die kostenpflichtigen Tarife bei 50 US-Dollar pro Monat für 1 Million Suchanfragen beginnen und bis zu 900 US-Dollar pro Monat für 50 Millionen Suchanfragen inklusive zusätzlicher Analysetools reichen.